Das Loslassen

Manchmal kommt man im Leben an einem Punkt, an dem es Zeit wird, der Realität ins Auge zu sehen. Kein Tagträumen mehr, von einer wundervollen Bilderbuchfamilie, denn dafür ist deine "Liebe des Lebens" einfach nicht reif genug. Keine Hoffnung auf einen romantischen Heiratsantrag und eine wunderbare Hochzeit, die sich vor Freudentränen kaum noch retten kann. Vorbei sollten nun die Gedanken sein, an eine harmonische Ehe mit Haus und Garten und eventuell noch weiteren Nachwuchs. Allmählich sollte man sich mit dem Gedanken abfinden, dass man all dies nicht mit der Person haben kann, die man als seine große Liebe bezeichnet hat. Wie soll das auch funktionieren, wenn eine gestandene Person, die mit beiden beinen im Leben steht auf einen Menschen trifft, die eine emotionale Reife eines Furzkissens besitzt? Im Inneren hofft man doch inständig, diesen Menschen mit auf sein Boot zu ziehen. Ihn gewissermaßen zu "erziehen". Aber ist das der Sinn der Sache? Sollte man nicht von alleine erwachsen werden und sehen, was gut für einen selbst ist? Ab welchem Alter sollte man denn gewissermaßen "Erwachsen" sein? Sicher, viele sind der Meinung, ein bisschen Kind sollte man immer bleiben und ich bin auch absolut nicht dagegen, aber ich rede von dem Erwachsenwerden in dem Sinne, im Leben angekommen zu sein, zu wissen, was man möchte und wohin man im Leben will? Wann sollte diese Zeit kommen und wie soll man damit umgehen, wenn man einen solchen Menschen liebt, man selbst aber schon ein Kind hat und es dem entsprechend mit den beiden und somit auch mit der Partnerschaft nicht funktioniert? Einfach aufgeben? Zum Wohle des Kindes? Aber sollte man dem Kind diese Genugtuung geben, wenn es den Partner quasi davon gejagt hat, nachdem dieser alles Mögliche versucht hat? Sollte man nicht eher dem Kind die Erfahrung machen lassen, seine Mutter auch teilen zu müssen in gewisser Weise? Wie geht man mit so einer Situation um? Ist es nun an der Zeit, noch enger zusammen zu rücken? Oder sollte man wirklich einfach der Realität ins Auge sehen und sich eingestehen, dass es keinen Sinn mehr macht, weil der Mensch, den man eigentlich so liebt, im Endeffekt gar kein Kind in seinem Leben will?

20.3.17 18:22, kommentieren

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Kaputt!(?)

Nun sitzen wir hier. Zwei Jahre lang die selben Probleme. Zwei Jahre lang die gleichen Fehler immer und immer wieder. Nun der (rettende?) cut. Wir kennen nun ganz genau unsere Fehler, wollen alles besser machen. Du bist unsicher und ich bin es auch. Eigentlich dürfte ich dich gar nicht lieben. Eigentlich müsste ich nur an mein Kind denken und das es besser wäre, wenn der ganze Stress endlich aufhört, doch dann denke ich andererseits, dass man sowas doch hinbekommen muss und wir auch schöne Zeiten haben konnten und in Zukunft haben können. Wieso kann ich nicht einfach loslassen? Weil noch zu viel Hoffnung in mir steckt? Weil ich abhängig von deiner Liebe geworden bin?

20.3.17 07:03, kommentieren