Antriebs- und Planlos

Da ist man sich seit gefühlten Ewigkeiten sicher, welchen Beruf man einmal ausüben würde. Man stellt es sich bildlich vor und fühlt ganz sicher, dass genau das der Beruf ist, der einen Spaß bringen würde und den man unbedingt machen möchte. In meinem Fall war es die Arbeit in einem Kindergarten. Ich fing als Teenager an mit Praktika und sammelte erste praktische Erfahrungen, bis ich dann aus reiner (wie umschreibe ich es nett?) Bequemlichkeit mit einem mittelmäßigem Hauptschulabschluss da stand. Was also tun? Man bildet sich erst einmal weiter, um überhaupt seinen "Traumberuf" ausüben zu können. In meinem Fall habe ich einen für mich idealen Weg dafür gefunden, die schulische Ausbildung zur Fachkraft für Pflegeassistenz mit mittlerer Reife. Ein sozialer Beruf indem ich mich bestimmt gut zurecht finden würde und ich könnte zugleich die mittlere Reife nachholen, um gegebenenfalls danach noch den Sozialpädagogischen Assistenten zu machen. Und tatsächlich, ich verspürte eine Menge Freude an dem Beruf der Pflege, sowohl ambulant als auch stationär. Jedoch hat es mich noch nicht so überzeugt, als dass ich tatsächlich vollständig in den Beruf einsteigen wollen würde. Ich bräuchte in diesem Beruf immer wieder eine "Extrawurst", da Schichtarbeit für mich durch mein Kind kaum möglich ist, also beendete ich einfach diese Ausbildung mit einer guten mittleren Reife und fing dann endlich an, die Ausbildung als Sozialpädagogischen Assistentin zu absolvieren. Ja und wie soll ich sagen, diese Ausbildung hat mir zwar mal mehr und mal weniger Freude bereitet, jedoch habe ich dadurch die Erfahrung machen dürfen, dass ich für den Beruf nicht geeignet bin. Der Umgang mit den Kindern ist kein Problem, im Gegenteil, da bekam ich immer höchstes Lob. Mein Problem ist allgemein der Umgang mit Kollegen, die Zusammenarbeit, eigene Ideen einbringen, also all das, was gerade in diesem Beruf so wichtig wäre. Also stehe ich nun hier, mit zwei abgeschlossenen Ausbildungen, und weiß nicht, was ich tun soll. Ewiges Recherchieren und Tests im Internet, für welchen Beruf ich geeignet wäre, doch weiter bin ich bisher nicht gekommen. Berufsberatung? Wäre wohl angemessen. Ich wünschte einfach, ich hätte wenigstens ein wenig mehr Selbstbewusstsein, das würde einiges einfacher machen.

25.6.15 13:38

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